Beruf & Typen im Team

Heute geht die neue Rubrik Beruf & Typen im Team online.

Darin geht es darum, welche Rolle die Eigenschaften des Typentest Persönlichkeitstest im Beruf, bei der Arbeit und im Team spielen, und wie man besser mit Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeitseigenschaften umgehen kann.

Persönlichkeitstests werden nicht nur zur Selbsterkenntnis genutzt, sondern es stellt sich auch immer die Frage, ob diese auch im Beruf und zur Teambildung eingesetzt werden können. Manche Tests, wie das Reiss Profile oder der umstrittene Disg wurden speziell dafür entwickelt (auch wenn ihr Nutzen im beruflichen Kontext eher fraglich ist), und sogar rein spirituellen Modellen wie dem Enneagramm begegnet man manchmal im berufsbezogenen Kontext. Der Myers Briggs Test, der auf Carl Gustav Jungs psychologischen Typen basiert, wird leider auch immer wieder als Tool zur Eignungsmessung herangezogen, obwohl von den Entwicklern des Tests deutlich davon abgeraten wird – da er keine leistungsbezogene Vorhersagekraft besitzt (und auch keine wissenschaftliche Validität, welche auch dem Disg und Enneagramm fehlt). Dominierend in diesem Bereich ist jedoch ganz klar das wissenschaftliche Modell der Big Five der Persönlichkeit. Seine Aussagekraft wurde in unzähligen Studien unter Beweis gestellt, und gerade der Faktor der Gewissenhaftigkeit zeigte dabei immer konstante Zusammenhänge zu beruflichem Erfolg. Aber auch Neurotizismus (resistent  -empfindlich), Offenheit für neue Erfahrungen (praktisch – theoretisch), Verträglichkeit (hart – kooperativ) und Extraversion (introvertiertextrovertiert) sind je nach beruflichen Anforderungen in unterschiedlichem Ausmaß gefordert.

Sind Persönlichkeitstests im Beruf sinnvoll oder nicht?

Trotz der Tatsache, dass Arbeitgeber gerne ihre (zukünftigen) Mitarbeiter per Test einschätzen wollen, halte ich diese Praxis nicht für sinnvoll. Anhand von Persönlichkeitstests sollten keine Urteile oder Bewertungen getroffen werden, siehe Artikel Persönlichkeitstests im Beruf – Sinn oder Unsinn. Stattdessen taugen solche Tests viel besser dazu, sich selbst und andere besser zu verstehen – dazu wurden sie in den meisten Fällen auch entwickelt. Sie können den Umgang, das Verständnis und die Empathie mit unseren Mitmenschen fördern. Dazu dürfen wir sie nicht zu ernst nehmen, und sollten andere nicht in vorgefertigte Schubladen stecken. Aber man sollte sie auch nicht als belanglose Spielerei abtun, denn ihre Aussagekraft ist (besonders bei den Big Five) durchaus gegeben. Wie so oft ist die persönliche, individuelle Einschätzung einer Person (eventuell durch die Unterstützung eines Tests) die beste Möglichkeit.

Ergänzung: wer einen Test mit Berufsvorschlägen sucht, wird beim Berufstest vom Berufskompass fündig.

Mehr zur Geschichte von Persönlichkeitstests.

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