9 Tipps, wie man richtig Kritik gibt

Kritik geben: Nicht zu hart und nicht zu nett

Jeder braucht Kritik, um seine Fehler zu erkennen und sich weiterzuentwickeln – egal ob in der Partnerschaft, auf der Arbeit, beim Sport oder sonst wo. Doch nicht jedem fällt es leicht, Kritik anzunehmen oder zu geben. Gerade Menschen mit der Persönlichkeitseigenschaft des harten interagierens (siehe Typentest) fällt es schwer, Rücksicht auf andere zu nehmen, wenn sie Kritik geben. Menschen mit der Eigenschaft des kooperativen interagierens fällt es dagegen oft schwer, sich überhaupt kritisch gegenüber anderen zu äußern. Wie gehen wir am besten mit Kritik um?

9 Tipps wie man richtig Kritik gibt

■       Sachlich bleiben: Der wichtigste Punkt: Kritisieren Sie nicht die Person, sondern nur ganz konkretes Verhalten, eine bestimmte Situation, eine bestimmte Sache usw. Formulieren Sie die Kritik dabei weniger als Beurteilung und mehr als Hilfestellung und Erklärung, statt „Du machst das schlecht!“ sagen Sie: „Ich habe bemerkt, du machst das nicht ganz richtig, weil …“.

■       Nicht beleidigen: Greifen Sie niemanden persönlich an und beleidigen Sie nicht, sonst wird man Ihre Kritik nicht ernst nehmen und sie verfehlt ihren Zweck. Geben Sie ruhig ehrliche Kritik, aber machen Sie jemanden oder etwas nicht schlecht, nur weil er oder es Ihnen persönlich missfällt. Verzichten Sie auf Ironie oder Sarkasmus. Sagen Sie stattdessen sachlich und ruhig, was genau Ihnen nicht gefällt oder negativ auffällt.

■       Positives sagen: Verbinden Sie Kritik immer mit positiven Aussagen. Optimaler weise erwähnen Sie vor und nach einer Kritik auch Dinge, die jemand gut und richtig macht. Auf diese Weise wird Ihre Kritik viel leichter als positive Anregung wahrgenommen und nicht als Angriff.

■       Kein Rundumschlag: Nutzen Sie die Gelegenheit nicht, um ganz viele Dinge loszuwerden, die Sie kritisieren möchten. Ein solcher Rundumschlag kann als Angriff verstanden werden, und die einzelnen Kritikpunkte gehen in der Masse unter. Machen Sie am besten nur auf eine einzige oder einige wenige konkrete Sachen aufmerksam.

■       Freiheiten lassen: Verlangen Sie nicht von anderen, alles so zu machen, wie Sie das tun. Das geht nicht. Alle Menschen sind verschieden und handhaben Dinge auf ihre eigene Weise.

■       Nur Wichtiges: Kritisieren Sie nicht jede Kleinigkeit. Machen Sie nur auf etwas aufmerksam, wenn es wirklich eine Rolle spielt, es negative Folgen hat oder jemand Sie explizit darum gebeten hat, auf Fehler hingewiesen zu werden. Macht jemand etwas nur zum Spaß, z. B. Karaoke singen, dann ist übermäßige Kritik unangebracht.

■       Anfänger & Experten: Ein Anfänger braucht Ermutigung, um am Ball zu bleiben – ein Experte Hinweise auf Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten, um sich weiter zu steigern.

■       Verbesserungsvorschlag: Sagen Sie nicht nur, was falsch ist, sondern – wenn möglich – auch, wie man es besser machen könnte. Eine gute, konstruktive Kritik ist eine, die uns sachlich auf Fehler aufmerksam macht und möglichst auch gleich einen Lösungsvorschlag bietet.

■       Ausgestreckte Hand: Geben Sie sachliche Kritik nicht als angreifende Faust, sondern als ausgestreckte Hand, die Hilfe anbietet.

Mehr zum Thema findet sich in meinem Buch Menschenkenntnis – Der große Typentest.

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Eine Antwort auf 9 Tipps, wie man richtig Kritik gibt

  1. daniel sagt:

    Sehr interessanter Artikel!
    Konnte dadurch etwas Neues dazulernen. Ich finde Tipp eins und zwei sind ein Muss, wenn man eine Person Kritik gibt.

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