| Der
Typentest
orientiert sich an den Persönlichkeitsmodellen
(genannt Typologie) MBTI®
und
Socionics. Diese
basieren jeweils auf den psychoanalytischen
Erkenntnissen Jungs. |
►
C.G.Jung - die Anfänge
Der
Schweizer Arzt & Psychoanalytiker
Carl Gustav Jung entwickelte Anfang des
20.ten Jahrhunderts seine damals revolutionäre Theorie
über
Psychologische Typen (damals erst 8 Typen).
Er stellte fest, dass jeder Mensch angeborene,
natürliche Persönlichkeitsmerkmale hat, die unabhängig
von der aktuellen Stimmung oder Einstellung immer gleich
bleiben.
Obwohl sie seitdem stark weiterentwickelt und verändert
wurden, und vieles darin mittlerweile veraltet und
überholt ist, sind sie auch heute noch die Basis der
Typologie.
► Der
MBTI®
und was darauf folgte
Der
MBTI® ( Myer-Briggs Type Indicator®
) wurde Ende der 60er Jahre von der
US-Amerikanerin
Isabel Myer-Briggs zusammen mit Ihrer Mutter aus Jungs Erkenntnissen
entwickelt. In jahrzehntelanger Arbeit fasste sie ihre
Beobachtungen über das menschliche Verhalten zusammen,
und erweiterte Jungs 8 Typen um eine weitere Ebene (Geplantes und Spontanes Verhalten, bei MB Judging
und Perceiving genannt) auf 16 Typen.
Der MBTI wurde jedoch erst nach ihrem Tod 1979 wirklich
bekannt, vor allem nachdem er in den 80er und 90er
Jahren durch den Psychologen
David Keirsey
weiterentwickelt wurde. Keirsey vereinfachte das
System, und führte die so genannten
Temperamente ein,
die jeweils 4 Typen in eine Gruppe zusammenfassen.
Durch Keirsey - und
ihm folgend viele andere Autoren,
z.B.
Barron & Tieger
- wurden die
Inhalte und Anwendbarkeit
der zu Grunde liegenden Typologie erheblich verbessert
und erweitert. Der Original-MBTI blieb zwar stets die
Grundlage für die Erweiterungen, ist aber heute nur noch
einer unter vielen verschiedenen Tests und Auswertungen.
Die Typologie gewann über die Jahre zunehmend an
Popularität, und heute ist sie nicht nur der
am meisten verbreitete, sondern auch der
von professionellen Psychologen,
Coaches
und Laien gleichermaßen
am meisten anerkannte Persönlichkeitstest
weltweit.
In den USA gibt es
unzählige
Bücher zur Typologie, zum MBTI, zu Keirseys
Temperamenten und zu den verschiedenen
Anwendungsbereichen des Ganzen, z.B. Beruf,
Partnerschaft, Erziehung, Kreativität, uvm.. Dort wird der Test
häufig bei der professionellen Partnersuche, Management-
und
Karriereberatern eingesetzt.
Innovative aktuelle Projekte wie z.B. Jon Niednagels
Braintypes beschäftigen sich ähnlich wie
Socionics mit den Typen zu Grunde liegenden
Gehirnfunktionen, und deren Übertragung auf motorische
Bewegungen.
Trotzdem noch nie von der Typologie gehört? Kein Wunder. Denn bei
uns in Deutschland ist die Typologie nahezu unbekannt, abgesehen
vom Coaching-Bereich in Firmen.
Woran das liegt? Hauptsächlich daran, dass man
auch im Deutschen die englischen Typenbezeichnungen und
Begriffe verwendet hat, was das Ganze für Deutsche
unnötig kompliziert und undurchsichtig macht. Sowie daran, dass
es hierzulande nur wenig Literatur (und sogar kaum
Internetseiten) zum Thema Typologie gibt.
► Socionics
- die andere Version
Auf deutsch
Sozionik
(Hinweis: hat nichts mit dem gleichlautenden Begriff
Sozionik aus der Informatik zu tun).
Socionics ist auf den ersten Blick nahezu
identisch mit der MBTI - Typologie. Es wurde in den 1970er Jahren -
komplett unabhängig vom MBTI - in der ehemaligen Sowjetunion
von der Litauerin
Aušra Augustinavičiūtė entwickelt.
Die Socionics - Typologie
basiert ebenfalls auf Jungs Erkenntnissen, und hat diese
auf die gleichen 16 Typen erweitert wie im MBTI,
entwickelt sie jedoch durch psychoanalytische Aspekte
wesentlich weiter als die MBTI - Typologie das tut.
Im Gegensatz zum MBTI beschäftigt sich Socionics mehr mit der
den Verhaltensmustern zu Grunde liegenden
Funktionsanalyse, und den verschiedenen Beziehungen
zwischen den Typen und zwischen deren Funktionen. Des
weiteren werden ebenfalls die körperlichen und
motorischen Aspekte dieser Funktionen untersucht.
Seit 1991 gibt es in Kiev
in der Ukraine das
International Institute of Socionics (IIS).
Socionics ist in Russland und Osteuropa zum Teil relativ populär
und bekannt, im
deutschsprachigen Raum aber so gut wie gar nicht präsent, da
fast alle Publikationen dazu auf
russisch
verfasst
sind. Es gibt nur wenige Übersetzungen, jedoch
mittlerweile viele englische Webseiten zum Thema.
►TypenTest
- die deutsche Version
Der
Typentest
wurde 2002 entwickelt und
nutzt die Stärken beider Systeme.
Es wurde ein Eigenes Deutsches, sich von den MBTI und
Socionics- Begriffen unterscheidendes
Bezeichnungs-System eingeführt. Damit macht der Typentest die Typologie im Deutschen verständlich und
leicht anwendbar.
Typentest.de ist seit 2002 online, und wird
kontinuierlich erweitert und verbessert.
Mehr dazu unter
►Links
oder
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