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Kreativität
 
Kreativität bezeichnet das Erschaffen von etwas Neuem, sowie das Finden von neuen Anwendungsmöglichkeiten, Kombinationen und Lösungen für bekannte Dinge.

Auf dieser Seite: Was bedeutet Kreativität?, Kreativität in der Persönlichkeit, Kreativitäts-Test, Kreativitäts-Tipps

Was bedeutet Kreativität?

Kreative Menschen werden meist als neugierig, originell, fantasievoll und clever beschrieben. Der Begriff Kreativität ist in seiner Bedeutung allerdings schwammig und wird hauptsächlich in der Alltagspsychologie genutzt, denn in der Persönlichkeitsforschung ist man sich bis heute nicht über eine klare Definition darüber einig, was Kreativität nun eigentlich genau ausmacht.

Die populärste Erklärung ist nach wie vor die Joy Paul Guilfords von 1950, der Kreativität als so genanntes divergentes Denken beschrieb. Demnach ist kreatives/divergentes Denken dann gefordert, wenn das Problem erst einmal gefunden und klar beschrieben werden muss, oder wenn es unterschiedliche Lösungen dafür gibt, so wie z.B. beim Ziegelstein-Test weiter unten. Das Gegenteil davon ist konvergentes Denken: wenn es ein bereits bekanntes Problem ist, und eine eindeutige Lösung gibt, wie z.B. bei vielen mathematischen Problemen. Dieses konvergente Denken hängt nicht von der Kreativität ab, sondern von der Intelligenz. Allgemein geht man davon aus, dass es zwar Zusammenhänge zwischen Intelligenz und Kreativität gibt, diese aber nicht sehr stark sind. Beides hängt meist leicht zusammen, kann aber auch unabhängig voneinander stark oder schwach ausgeprägt sein.
 

Kreativität in der Persönlichkeit

Die Persönlichkeit einschätzen lässt sich mit dem kurzen Typentest oder dem wissenschaftlichen Test im Typentest Buch.

In unserer Persönlichkeit hängt Kreativität hauptsächlich mit einer Eigenschaft zusammen: der Offenheit für neue Erfahrungen. Wer offen ist, zeigt sich empfänglicher für Neues und Ungewöhnliches, für geistige Beschäftigungen und Überlegungen, und hat dadurch kreativere Einfälle. Wer weniger offen ist, richtet sich mehr nach bekannten, traditionellen Normen und interessiert sich nur wenig für Neues und verschiedene Ansichten. Diese Eigenschaft ist Teil des wissenschaftlichen Big Five Persönlichkeitsmodells und wird im Typentest als theoretisches Denken (hohe Offenheit) und praktisches Denken (niedrige Offenheit) bezeichnet.

Die Persönlichkeit eines Menschen ist größtenteils in seinen Genen verankert, also angeboren, und verändert sich im Lauf des Lebens meist nur wenig. Daher geht man davon aus, dass auch der Hang zur Kreativität zu einem gewissen Teil genetisch festgelegt ist, und sich im Lauf des Lebens nicht komplett, sondern wenn dann nur innerhalb eines gewissen Rahmens verändert. Kreativen Menschen wird eine höhere Resilienz (Widerstandsfähigkeit) zugeschrieben, da sie durch ihre Kreativität auf bessere Problemlösungen kommen und auf diese Weise Widerstände überwinden können.

 

Kreativitäts-Test

Kreativität zu testen ist schwer, da sie nicht einfach erfassbar oder messbar ist. Zudem sind manche Menschen in bestimmten Bereichen mehr, in anderen weniger kreativ. Dennoch gibt es Möglichkeiten, sie einzuschätzen.

Ein bekannter Kreativitätstest ist z.B. der Ziegelstein-Test. Dabei soll man sich möglichst viele unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten für einen Ziegelstein einfallen lassen, z.B. als Briefbeschwerer, als Teil eine Möbelstücks, als Türstopper, als Waffe, als Kunstobjekt, uvm. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ob das Ergebnis, auf wie viele Ideen und Assoziationen jemand bei dieser Übung kommt, wirklich so viel über die Kreativität dieser Person aussagt, ist allerdings umstritten. Denn Kreativität besteht nicht nur aus Einfallsreichtum, sondern auch aus Fantasie, vielseitigen Interessen, Problemlösungsfähigkeiten, Nonkonformität und vielem mehr. Eine weitere Möglichkeit, Kreativität zu messen, ist durch Selbstbeschreibung, bzw. die Beschreibung anderer:

Kurzer Kreativitätstest:

!Bitte beachten!
Kreativität lässt sich nicht konkret messen. Was sich einschätzen lässt, ist vielmehr das kreative Potential. Ob jemand dieses auch auslebt, ist wieder eine andere Frage.

Wie stark stimmen Sie diesen 10 Aussagen zu?

  • Finde Kunst und Künstlerisches wichtig
  • Löse gerne komplexe Probleme
  • Habe oft neue Ideen
  • Stelle Fragen, die sonst keiner stellt
  • Komme oft auf neue Möglichkeiten, Dinge zu tun
  • Spekuliere gerne über Dinge
  • Tendiere nicht dazu, konservative Parteien zu wählen
  • Habe eine reiche Vorstellungskraft
  • Kenne die Antworten auf viele Fragen
  • Habe oft originelle Einfälle


Umso deutlicher Sie diesen Aussagen zustimmen, desto mehr kreatives Potential schlummert in Ihnen. Können Sie nur wenigen oder gar keinen davon zustimmen, so sind Sie nur wenig kreativ. Sie können pro Aussage 0 bis 4 Punkte vergeben: 0 = trifft gar nicht zu, 4 = trifft vollkommen zu, 2 = teils-teils, usw. Daraus ergibt sich dann ein Maximalwert von 40 Punkten, ein Minimalwert von 0 und ein Mittelwert von 20 Punkten. Nehmen Sie das Ergebnis jedoch nicht zu ernst, denn Kreativität ist, wie oben beschrieben, nur schwer messbar und kann viele Formen annehmen. Sie lässt sich auch steigern, siehe die folgenden Tipps.

 

Tipps für mehr Kreativität

Wie bei den meisten Dingen gilt auch beim steigern von Kreativität: von Heute auf Morgen ist dies nicht möglich. Aber mit ein wenig Arbeit kann jeder lernen, kreativer zu werden. Sie müssen nicht alle Tipps auf einmal berücksichtigen, sondern können sich auch einfach etwas Passendes herauspicken.

  • Offener sein: seien Sie offen für verschiedene Arten von Ideen, Blickwinkeln und Herangehensweisen. Interessieren Sie sich auch einmal für Themen, die abseits Ihrer üblichen Hobbys und Beschäftigungen liegen. Probieren Sie Dinge aus, die Sie normal nicht machen würden, und seien Sie überall offen für Anregungen.
     
  • Anders machen: verlassen sie eingetretene Pfade. Machen Sie Dinge anders, als Sie diese bisher gemacht haben, oder anders, als man diese üblicherweise macht. Nehmen Sie sich z.B. vor, jeden Tag etwas anderes zu kochen oder jeden Tag etwas anders anzusehen und holen Sie sich so Inspirationen.
     
  • Ausprobieren & Trauen: das Bild, das Sie schon lange malen, der Text, den Sie schon lange schreiben, oder das Heimwerkerprojekt, dass sie schon lange machen wollten? Setzen Sie es in die Tat um, und probieren Sie es aus. Falls es doch nicht klappt, haben Sie es zumindest versucht, und können für das nächste Mal aus Ihren Fehlern lernen, um es besser zu machen.
     
  • Blickwinkel verändern: wie würde jemand anders Ihr Projekt/Problem/Aufgabe sehen? Was würde diese Person anders machen, als Sie? Versuchen Sie, sich in andere Blickwinkel hinein zu versetzen. Oder: was müssten Sie tun, um genau das Gegenteil von dem zu erreichen, was Sie wollen? Spielen Sie mit verschiedenen Sichtweisen auf etwas. Fragen Sie dazu ruhig auch andere Menschen um deren Hilfe und Meinung.
     
  • Regelmäßigkeit: so wie Sie nicht von einem Tag zum nächsten Ihre Muskelkraft verdoppeln können, so können Sie auch Ihre Kreativität nicht plötzlich vervielfachen. Wenn Sie Ihre Kreativität in einem Bereich steigern wollen, dann trainieren Sie dies regelmäßig.

Brainstorming in der Gruppe ist entgegen weit verbreiteter Meinung keine besonders effektive Methode, um kreative Ideen zu generieren. Es ist effektiver, wenn sich jeder im Vorfeld alleine Ideen überlegt (die dann in der Gruppe besprochen werden können). Siehe Artikel Warum Brainstorming nicht funktioniert – und wie man es richtig macht.

Weiterführend

In meinem Buch Menschenkenntnis - der große Typentest gibt es weitere Kreativ-Tipps, so wie leicht verständliche Erklärungen und viele Tipps zu allen Teilen unserer Persönlichkeit, die mit Kreativität im Zusammenhang stehen. Es wird anhand von Beispielen gezeigt, wie man Kreativität erkennen, nutzen und trainieren kann.
 

Ähnliche Themen: Empathie, Persönlichkeitsstörung, Prokrastination, Emotionale Intelligenz

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