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Die
Eigenschaften der Typen
Wichtig: jeder Mensch hat stets
beide
Seiten in sich. Die Ausprägung der einzelnen Seiten
kann sehr eindeutig und stark sein, aber auch ausgeglichen.
Einen ausführlichen Test mit entsprechender Einschätzung gibt es
unter
TypenTest XL.
1.
Energie:
Extrovertiert
oder Introvertiert
Worauf man seine Energie richtet. |
|
E
mehr
nach außen = Extrovertiert
Innerer Antrieb:
Energie nach außen richten, auf soziale
Interaktionen.
Extrovertierte Menschen richten ihre Energie
mehr auf ihre Umgebung, auf Interaktionen mit anderen
Menschen, Dingen etc..
Das bezieht sich sowohl auf körperliche wie auf
geistige Aktionen: Extrovertierte zeigen sich gerne
und teilen ihre Erlebnisse, Gedanken und Ideen
leichter und öfter mit anderen als Introvertierte.
Sie nehmen ihre
Umgebung stärker wahr als introvertierte Menschen und
richten mehr Aufmerksamkeit auf das, was um sie
herum vorgeht, als auf das, was in ihnen vorgeht.
Dadurch wirken sie meist selbstbewusster als
Introvertierte. Kontakt mit unbekannten Personen
aufzunehmen sowie ihre Gefühle oder Meinungen offen
zu zeigen fällt ihnen leichter, weswegen sie
emotionaler wirken als Introvertierte.
Extrovertierte sagen meist direkt, was ihnen in den
Sinn kommt, ohne es vorher lange zu überdenken. Der
Gedanke nimmt also direkt den Weg zum Mund, ohne den
Umweg vorheriger innerer Reflexion. Meist sprechen
sie laut und lebendig.
z.B. gehen Extrovertierte schneller auf ihnen
(noch) unbekannte Personen zu, suchen meist direkten
Augenkontakt und sprechen andere an, noch bevor sie
selbst angesprochen werden. Es fällt ihnen leichter,
mit anderen ins Gespräch zu kommen und über sich
selbst zu reden. |
I mehr
nach innen =
Introvertiert
Innerer
Antrieb: Energie nach innen richten, auf
Beschäftigung mit sich selbst.Introvertierte Menschen richten ihre Energie
mehr auf ihr Inneres, auf Gedanken, Ideen,
Wahrnehmungen ihres Körpers und Überlegungen.
Sie behalten ihre Erlebnisse, Gedanken und Ideen
lieber für sich und teilen sie nur mit ihnen
nahestehenden Personen.
Sich selbst und ihre Gedanken nehmen sie stärker
wahr als extrovertierte Menschen und richten mehr
Aufmerksamkeit auf das, was in ihnen vorgeht, als auf
ihre Umgebung. Dadurch wirken sie oft
zurückhaltender und nicht so selbstbewusst wie extrovertierte Menschen.
Ihre Gefühle oder Meinungen
behalten sie oft für sich und Kontakt mit
unbekannten Personen aufzunehmen fällt ihnen
schwerer, weswegen sie weniger emotional wirken als
Extrovertierte. Allerdings sind sie nicht weniger
emotional, sie zeigen es nur nicht so deutlich.
Introvertierte überdenken etwas meist, bevor sie es
sagen. Der Gedanke wird von ihnen also erst intern
durchdacht, bevor er seinen Weg zum Mund findet und
ausgesprochen wird. Meist sprechen sie
zurückhaltender und monotoner.
z.B. brauchen Introvertierte länger, bis sie auf
ihnen unbekannte Personen zugehen, bzw. warten oft,
bis diese auf sie zugehen. Sie sind zögerlicher, mit
anderen ins Gespräch zu kommen und vor allem wenn es
darum geht, etwas Privates oder eher Intimes über sich
zu verraten. |
Ist
Introvertiert
= schüchtern,
bzw. umgekehrt?
Nein. Introvertiert bedeutet nicht automatisch schüchtern. Introvertiert bedeutet lediglich, dass jemand seine Aufmerksamkeit mehr nach
innen richtet, auf die eigene Wahrnehmung und
Gedanken.
Schüchtern bedeutet dagegen, dass
jemand
auffallend zurückhaltend, scheu und gehemmt ist und
dadurch oft Probleme bei der Kontaktaufnahme hat.
Dies kommt bei Introvertierten zwar viel häufiger
vor als bei Extrovertierten, aber lange nicht jeder
Introvertierte ist schüchtern. Auch Extrovertierte
Menschen können schüchtern sein und Probleme mit der
Kontaktaufnahme usw. haben.
Mehr dazu unter
Tipps zu
Schüchternheit
|
2.
Denken: Praktisch
oder Theoretisch
Wie
man Informationen verarbeitet: |
P mehr direkt anhand
bisheriger Erfahrungen =
Praktisch
Innerer Antrieb: sich an bekannten Dingen
orientieren.
Praktisch Denkende Menschen orientieren sich an
ihren bisherigen Erfahrungen, an dem was sie
bereits kennen.
Sie beschäftigen sich lieber mit etwas, dass sie
kennen, als neue Dinge auszuprobieren oder sich
über Ideen und Zusammenhänge Gedanken zu machen.
Sie denken mehr an die praktische und direkte
Anwendung dessen, was sie wahrnehmen. Ihr Denken
und Handeln richtet sich damit auf die reale,
greifbare Welt, auf direkte
Anwendungsmöglichkeiten und ihnen bekannte
Vorgehensweisen.
Sie stehen meist mit beiden Beinen im Leben und
können gut mit Alltagsdingen so wie mit
Routinearbeiten umgehen. Mit abstrakten Ideen und
komplizierten Gedankenkonstrukten ohne direkten
praktischen Bezug tun sie sich schwer.
Sie interessieren sich mehr für die greifbare
Sache an sich, als für die Bedeutung oder das
Konzept das dahinter steht.
Wenn z.B. ein Praktisch Denkender einen Text liest,
nimmt er ihn eher direkt wörtlich, er nimmt es in
Gedanken so auf wie es da steht und sieht die
Bedeutung der einzelnen Wörter bzw. Sätze. |
T mehr indirekt über
abstrakte Gedanken und Vorstellungskraft =
Theoretisch
Innerer Antrieb: neue Möglichkeiten und Ideen finden.
Theoretisch Denkende Menschen orientieren sich an dem
was machbar, was vorstellbar ist: welche Möglichkeiten,
Vergleiche, Gedanken und Assoziationen sich aus etwas
ergeben.
Natürlich orientieren sie sich auch an Erfahrungen und
dem was sie bereits kennen. Sie suchen aber neue
Zusammenhänge, Vorgehensweisen und Möglichkeiten in
bekannten Dingen. Sie achten mehr auf das was zwischen
den Zeilen steht und die tiefere Bedeutung von etwas.
Sie kommen mit Alltagsdingen und Routinearbeiten oft
nicht so gut klar und werden oft als abgehoben oder
unkonventionell gesehen, denn sie beschäftigen sich
gerne mit abstrakten Ideen und Gedanken, die keinen
direkten praktischen Bezug haben.
Sie interessieren sich mehr für die Bedeutung und das
Konzept hinter einer Sache, als für die greifbare Sache
an sich.
Wenn z.B. ein Theoretisch Denkender einen Text liest,
nimmt er eher die Zusammenhänge des kompletten Textes
war, sieht Metaphern und welche Bedeutung der Text im
Gesamten hat, bzw. was für eine Bedeutung dahinter
steht, den so genannten Subtext. Er nimmt den Text nicht
so wörtlich. |
3. Entscheiden:
Logisch
oder
Fühlend
Wie
man Entscheidungen trifft: |
L mehr
nach Pro und Contra Argumenten = Logisch
Innerer Antrieb: logisch und objektiv
nach dem sachbezogenen Nutzen zu entscheiden.
Logisch
Entscheidende Menschen beurteilen Menschen, Situationen und Dinge nach positiven
und negativen Aspekten.
Für sie ist es wichtig, dass etwas logisch und vernünftig
ist. Sie sehen eher die Fehler, die etwas hat und sind
kritisch gegenüber Dingen, die ihnen nicht logisch
erscheinen. Die Gefühle, die sie oder andere dabei haben
sind ihnen nicht so wichtig wie die Pro- und Contra
Argumente einer Entscheidung und welcher Nutzen oder
Schaden sich aus ihr ergibt.
Sie fragen sich eher, ob sich etwas positiv oder negativ
auswirkt und welcher Nutzen oder Schaden dadurch
entsteht.
Mit
unpersönlichen, sachlichen und materiellen Dingen können
sie gut umgehen. Das Verständnis für Beziehungen,
Stimmungen, Gefühle und (unlogisches) Verhalten von
anderen fällt ihnen schwerer.
Wenn z.B. eine Kritik jemanden verletzen würde, aber
offensichtlich nachvollziehbar ist, sprechen sie Logisch
Entscheidende aus. |
F mehr
nach persönlichen und moralischen Werten =
Fühlend
Innerer Antrieb: personenbezogen nach dem
Einfluss auf sich und andere zu entscheiden.
Fühlend
Entscheidende Menschen beurteilen Menschen,
Situationen und Dinge nach einem gefühlsmäßigen
Wertesystem.
Es geht bei ihnen darum, wie sich etwas auf sie und
andere Menschen auswirkt, ob etwas moralisch vertretbar
ist und wie es ihre Gefühle beeinflusst. Sie sehen mehr
die positiven Seiten die etwas hat und wie sie mit
anderen mitfühlen oder sie unterstützen können. Über Fehler
oder Unlogisches können sie eher hinwegsehen. Denn die Einhaltung oder
Nicht-Verletzung gefühlsmäßiger, menschlichen Werte ist
ihnen wichtiger als Logik.
Sie fragen sich, wie sie und andere sich bei etwas
fühlen und ob es mit ihren Werten übereinstimmt oder sie
verletzt.
Beziehungen, Stimmungen und Gefühle zu verstehen und
damit umzugehen fällt ihnen leicht. Das Verständnis
für unpersönliche, rein sachliche und materielle Dinge
so wie rein logisches Verhalten anderer fällt ihnen
schwerer.
Wenn z.B. eine Kritik offensichtlich nachvollziehbar
ist, aber jemanden verletzen würde, sagen Fühlend
Entscheidende sie durch die Blume oder gar nicht.
|
|
Entscheiden
Logische Typen immer Logisch und zeigen keine Gefühle?
... und
Fühlende Typen
immer Fühlend und nie Logisch?
Nein.
Es handelt sich lediglich um bevorzugte Eigenschaften, die bei jedem
unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Ein Typ der vorwiegend logisch denkt,
trifft trotzdem auch gefühlsmäßige Entscheidungen. Er entscheidet nur meist automatisch und vorwiegend
logisch, während fühlende Typen meist automatisch
nach ihrem Gefühl urteilen.
Logisch zu denken
bedeutet auch nicht, dass jemand keine Gefühle zeigt, denn das ist mehr davon
abhängig, ob jemand Extrovertiert oder Introvertiert ist. Es bedeutet
lediglich, dass die Person eher auf Basis rationaler Überlegungen entscheidet als
auf Basis gefühlsmäßiger Überlegungen. Dadurch wirken Logische Typen kühler und
weniger emotional, was aber nicht heißt, dass sie keine Emotionen haben. Sie
handeln nur nicht vorwiegend nach ihren Emotionen, sondern nach rationalen
Überlegungen.
Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Eigenschaften. Zum Beispiel machen
auch Geplant lebende Menschen Spontane Dinge, aber sie bevorzugen es meist, wenn
die Dinge vorher festgelegt sind.
|
4.
Leben:
Geplant
oder
Spontan
Wie man sein Leben führt: |
G mehr
strukturiert und zielstrebig = Geplant
Innerer Antrieb: sich zu kontrollieren.
Geplant Lebende Menschen leben strukturiert.
Während für Spontane Menschen der Weg das Ziel
ist, geht es Geplanten darum, das Ziel zu
erreichen.
Ihr
Motto lautet "Erst die Arbeit, dann das Spiel".
Sie
arbeiten darauf hin, etwas zu Ende zu bringen, es fertig
zu kriegen. Ablenkungen vermeiden sie
wenn möglich komplett und konzentrieren sich auf das Erreichen des
eigentlichen Ziels. Sie wissen
gerne, was auf sie zukommt und machen gerne das, was sie
sich vornehmen.
Eine Aufgabe erledigen sie oft sofort, bzw. sobald es ihnen
möglich ist, auch wenn sie nicht sofort erledigt werden
muss.
Bevor sie etwas Neues
anfangen, machen sie lieber mit dem
Bestehenden weiter oder bringen es zu Ende.
G-Typen sind größtenteils diszipliniert und ordentlich.
Sie
haben gerne (Zeit-)Pläne, Strukturen und Ziele, nach denen
sie sich richten können. Am liebsten planen sie im
Voraus wann und wie sie etwas machen und bereiten sich
auf die Aufgabe und mögliche Probleme vor.
z.B. haben G-Typen im Beruf gerne Vorgaben und
Pläne, nach
denen sie sich richten können.
|
S mehr
flexibel & in den Tag hinein =
Spontan
Innerer Antrieb: offen zu bleiben.
Spontan
Lebende Menschen leben flexibel. Während es
geplanten Menschen darum geht, das Ziel zu erreichen, ist
für Spontane der Weg das eigentliche Ziel.
Für
sie sind Arbeit und Spiel/Spaß nicht zwei verschiedene
Dinge, sondern sie wollen sie möglichst miteinander
verbinden.
Ablenkungen sind ihnen willkommen und sie verfolgen sie
gerne, auch wenn sie dadurch das Ziel erst später oder
gar nicht erreichen. Sie halten sich alle Möglichkeiten
offen und bringen Dinge erst im letzten Augenblick zu
Ende. Daher nehmen
sie sich nichts zu genau geplant vor, sondern warten
lieber ab, wie sich etwas entwickelt.
Eine Aufgabe erledigen sie erst, wenn sie dringend wird,
bzw. zum letztmöglichen Zeitpunkt.
Statt an etwas Bestehendem weiter zu arbeiten oder es zu
Ende zu bringen, fangen sie lieber mit etwas Neuem an.
S-Typen tun sich schwer mit Disziplin und Ordnung.
Sie
gehen gerne flexibel an alles heran und entscheiden erst
später, wie sie vorgehen. Am liebsten entscheiden Sie
sich erst dann, wenn es soweit ist, also wenn eine
Aufgabe oder ein Problem unmittelbar gelöst, oder eine Entscheidung
gefällt werden muss.
z.B. haben S-Typen im Beruf gerne die Freiheit,
ihre Aufgaben in der Reihenfolge und zu der Zeit zu
machen, wie sie es möchten. |
Perfektionismus
Wie äußert er sich bei Geplanten und Spontanen
Typen?
Geplant Lebende wollen etwas ordentlich
und fehlerfrei, sowie im Zeitrahmen zu Ende bringen.
Bei Typen die Geplant leben und gleichzeitig
Praktisch denken, kommt noch dazu, dass sie
sehr darauf achten, das alles so ist, "wie es sein
soll", gemäß ihren bisherigen Erfahrungen und den
allgemein üblichen Vorgehensweisen.
Bei Spontan Lebenden äußert sich der
Perfektionismus anders: für sie bedeutet er, etwas
nicht zu Ende zu bringen, bevor sie nicht alle
Optionen kennen, alle Möglichkeiten ausprobiert oder
durchgedacht haben. Sie bringen etwas oft nicht zu
Ende, weil sie denken, es könnte sich noch etwas
anderes ergeben, das es noch besser macht oder eine
bessere Option bietet. Deswegen halten sie sich die
Dinge lieber offen. Alle Optionen und Möglichkeiten
zu berücksichtigen ist für sie wichtiger als zum
Ziel zu kommen. |
nach oben
Es gibt
kein besser oder schlechter bei den
Eigenschaften
Jede Eigenschaft ist
wichtig, damit ein Mensch, ein Team oder eine Gesellschaft
und das Zusammenleben funktionieren.
Jede Eigenschaft erfüllt einen unverzichtbaren Zweck
und hat ihre eigenen Stärken und Schwächen. Genauso
wie jeder Typ.
Introvertierte Menschen werden genauso gebraucht wie
Extrovertierte. Praktisch denkende sind genauso
wichtig wie Theoretisch denkende. Logisch
entscheidende genauso wie Fühlend entscheidende und
Spontan lebende genauso wie Geplant lebende.
Ob eine Eigenschaft auf uns besser oder schlechter wirkt, liegt
daran, ob ein Typ sie positiv oder negativ auslebt.
Denn jede Eigenschaft bringt Beides mit sich:
positive und negative Seiten.
z.B. kann jemand der Praktisch
denkt, dies positiv nutzen um anderen dabei zu
helfen etwas realistisch umzusetzen, realitätsnah
und auf dem Boden zu bleiben und Ideen zu einer
sinnvollen praktischen Anwendung zu führen.
Er kann es aber auch negativ ausleben und sich auf
nichts einlassen, für das er keinen praktischen und
direkten Nutzen sieht und jeden auch nur minimal
abstrakten oder unrealistischen Gedanken von sich
weisen, auch wenn dieser letztendlich einen praktischen Nutzen
beinhaltet.
|
Mehr zu den Eigenschaften gibt es unter
Umgang mit den anderen Typen.
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