Katzenbilder verbessern die Konzentration?!

Eine Überschrift, wie sie am ehesten bei der Bildzeitung oder Galileo zu finden wäre. Aber einer japanischen Studie zu Folge verbessern niedliche Bilder von Tieren tatsächlich unsere Konzentration.

Babykatze von Himmel-R

Aus dem Land der Niedlichkeit

Es überrascht nicht, dass eine solche Studie aus Japan kommt, dem Land in dem es ganz normal ist, dass auch seriöse Firmen niedliche Anime-Maskottchen haben und in dem überhaupt gerne alles extrem verniedlicht wird. Das wird dann auf japanisch Kawaii genannt. Die Studie ist allerdings durchaus ernst gemeint. Teilnehmern wurden verschiedene Arten von Bildern gezeigt, bevor sie Geschicklichkeits- oder Aufmerksamkeitstests absolvieren mussten. Wer Bilder von süßen Tierbabys betrachtete, war danach etwas effektiver bei den gestellten Aufgaben.

Die Studienersteller vermuten die Hintergründe darin, dass durch das Ansehen der niedlichen Bilder positive Emotionen ausgelöst werden, die zu höherer Motivation und systematischerem Vorgehen führen. Dies wiederum soll bewirken, dass die Aufmerksamkeit stärker fokussiert wird und man sich sorgfältiger auf die vorliegende Aufgabe konzentriert. Ich bin dennoch nicht ganz überzeugt. Die Ergebnisse der Studie lagen zwar im statistisch signifikanten Bereich, allerdings gab es je nach Studienaufbau nur zwischen 2-10% messbare Verbesserung nach dem Ansehen der Bilder. Vielleicht veranlasst das den einen oder anderen Arbeitgeber ja dazu, in Flur oder Teeküche Bilder von süßen Katzenbabys aufzuhängen. Schaden wird es sicherlich nicht, aber ob es wirklich zu einer Leistungssteigerung führt, sei einmal dahin gestellt.
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Quelle:
The Power of Kawaii: Viewing Cute Images Promotes a Careful Behavior and Narrows Attentional Focus, Link

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