Facebook und Persönlichkeit Teil 3: Wer nutzt Facebook?

Facebook User unterscheiden sich in ihrer Persönlichkeit vom Durchschnitt: sie sind weniger introvertiert, aber auch etwas narzisstischer.

Moloch Facebook, Quelle unbekannt

Der Typ von Facebook Usern

Facebook ist für viele Menschen mittlerweile eine alltägliche Methode, um mit anderen in Kontakt zu bleiben, und die Tage, an denen nur Nerds soziale Netzwerke benutzt haben, sind längst vorbei. Dennoch wird Facebook bei weitem nicht von allen Menschen genutzt. In einer australischen Studie hat man deshalb untersucht, was Facebook User von den Menschen unterscheidet, die es nicht benutzen.

Da es in Facebook hauptsächlich um das Knüpfen und das aufrecht Erhalten von Kontakten geht, überrascht es nicht, dass regelmäßige Facebook Nutzer etwas stärker extrovertiert sind, als jene Menschen, die gar keine oder weniger Zeit mit dem sozialen Netzwerk verbringen. Auch verspüren regelmäßige Besucher der Seite seltener Einsamkeit, da sie durch Facebook mehr Kontakt mit anderen haben – und zwar offensichtlich nicht nur oberflächlichen, sondern auch für sie bedeutsamen Kontakt, denn das Fehlen von bedeutsamen sozialen Interaktionen ist der Grund für Einsamkeit. Allerdings zeigten die Facebook User im Schnitt auch höhere Werte bei Narzissmus. Diese Selbstverliebtheit und übertriebene Selbstdarstellung lässt sich auf Facebook leicht an entsprechenden Bildern und Postings erkennen.

Nun heißt das natürlich nicht, dass alle Facebook User Narzissten sind. Das wäre genauso unsinnig, wie zu sagen alle Facebook Nutzer wären extrovertiert und keiner von ihnen einsam. Aber im Schnitt sind bei ihnen diese Werte etwas höher, bzw. Menschen mit entsprechend hohen Ausprägungen bei diesen Persönlichkeitseigenschaften (und niedrigen bei Einsamkeit) verbringen im Schnitt mehr Zeit auf Facebook, als andere.
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Weitere Facebook-Studien:
# Facebook und Persönlichkeit Teil 2: was Statusupdates über uns verraten
# Wie sich mit Hilfe von Facebook-Profilen die Persönlichkeit einschätzen lässt

Quelle:
Who uses Facebook? An investigation into the relationship between the Big Five, shyness, narcissism, loneliness, and Facebook usage, Link

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Eine Antwort auf Facebook und Persönlichkeit Teil 3: Wer nutzt Facebook?

  1. Maximilian sagt:

    Hinsichtlich solcher Studien lassen sich ganz gut Durchschnittswerte ermitteln, die im Endeffekt aber so gut wie keine Information über das Individuum mit sich ziehen. Außerdem sind solche Studien sehr subjektiv, man kann nicht bestimmen, inwieweit sich der Befragte selbst oder den Interviewer belügt. Die Ergebnisse der Studie erscheinen jedoch sehr realistisch, den “Durchschnitts-Facebooker” würde ich auch so beschreiben. Facebooker sind keine homogene Gruppe, aber genau diese Diversität macht ein soziales Netzwerk ja auch schlussendlich spannend.

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