Sport macht widerstandsfähiger gegen Stress

Gute Gründe für mehr Bewegung und Sport sind zahlreich. Nun zeigt sich, dass Sport uns sogar widerstandsfähiger gegen Stress macht.

Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Sport = glücklicheres Leben?

Eine zentrale Eigenschaft unserer Persönlichkeit ist die Empfindlichkeit, auch Neurotizismus genannt. Diese Persönlichkeitseigenschaft sagt unter anderem aus, wie empfindlich oder resilient wir gegenüber negativen Gefühlen, Ängsten und auch Stress sind. Dickhäutige Menschen mit geringer Empfindlichkeit lassen diese Dinge nur selten an sich heran, dünnhäutige Menschen mit hoher Empfindlichkeit können sich dieser negativen Einflüsse dagegen nur mit Mühe erwehren. Solche Eigenschaften sind größtenteils in den Genen festgelegt, also angeboren, und lassen sich daher – zum Leid der betroffenen Menschen mit hoher Empfindlichkeit – nicht einfach so verändern. Was jedoch durchaus möglich ist: sie in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Eine Möglichkeit dazu: Sport.

Das Sport sehr viele positive Wirkungen auf unseren Körper und unseren Geist hat, ist lange bekannt (mehr dazu auch in meinem Buch). Solche simpel anmutenden Feststellungen sind keineswegs hohle Phrasen, wie sie oft in Lifestylemagazinen und Frauenzeitschriften zu finden sind, sondern durch wissenschaftliche Studien belegte, harte Fakten. Vor einer Weile habe ich z.B. einen Blogartikel darüber geschrieben, wie Sport dabei hilft, Depressionen vorzubeugen. Das eine Runde Badminton oder Laufen uns hilft, Stress abzubauen und wieder herunterzukommen, ist nichts Neues. Auch das Sport und Bewegung gegen Angst helfen, ist bekannt.

Nun hat eine aktuelle Studie herausgefunden, dass physische Aktivität widerstandsfähiger gegen Stress macht, indem sie das Gehirn umstrukturiert und mehr Neuronen im Hippocampus produzieren lässt, was wiederum zu einer besseren Regulation von Angst führt. Im Rahmen der Evolution ließe sich das zum Beispiel damit erklären, dass Aktivität und Bewegung den Jäger resistenter gegen die Widrigkeiten machten, die ihm draußen in der Wildnis während seiner Aktivität begegnen – während der weniger aktive Sammler empfindlicher gegenüber Gefahren und Problemen blieb. Das ist allerdings derzeit nur eine Spekulation, um diese Ergebnisse in einen psychologischen Zusammenhang zu rücken.

Zurück zu den harten Fakten: wem das alles noch nicht Grund genug für mehr sportliche Betätigung ist, dem sei gesagt, dass Sport nicht nur gegen Depressionen hilft und vorbeugt, sondern wie eine Studie zeigt, beugt regelmäßige Bewegung auch gegen Demenz vor und senkt die Wahrscheinlichkeit, chronische Krankheiten oder Demenz zu bekommen.

Also runter vom Bürostuhl und raus in die Natur, rein ins Fitnessstudio oder was auch immer Ihnen Spaß macht!

Denn Sport macht nicht nur glücklicher, sondern auch gesünder.

Ähnliche Themen: Die richtige Musik reduziert unseren Stresslevel, Persönlichkeitsstörungen, Spiegelneuronen, Talent zum (Un)Glücklichsein – Gastbeitrag bei Gluecksdetektiv.de

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3 Antworten auf Sport macht widerstandsfähiger gegen Stress

  1. Nils sagt:

    Kennt jemand die oben genannte Studie ? Wo kann ich diese finden?

  2. Lars Lars sagt:

    Hallo Nils,

    Die Studie ist im Artikel verlinkt. Auf Plos One kannst du sie komplett und kostenlos nachlesen: http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0081877

  3. toby sagt:

    Interessante Studie! Gebe Dir auf jeden Fall recht. Was ich aber bei vielen Menschen beobachte, dass sie neurotisch Sport treiben und sich selbst unter Druck setzen wenn sie mal nicht trainieren können. Dadurch steigt das Stresslevel dann wieder :-)

    Als Ausgleich ist Sport super, vor Allem auch direkt spürbar und danach fühlt man sic immer ausgeglichener!

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